W-DED (Wire Directed Energy Deposition) baut große Metallstrukturen schichtweise auf – mit hoher Aufbaurate, geringem Materialverlust und der Möglichkeit, bestehende Teile zu reparieren oder aufzudicken.
Was W-DED gut kann
W-DED ist stark, wenn große Volumina schnell aufgebaut werden sollen:
Baugröße
Große Bauteile ab ca. 20–30 cm
Dort wo andere additive Verfahren an Grenzen stoßen
Aufbaurate
Sehr hoch
Materialauftrag deutlich schneller als pulverbettbasierte Verfahren
Materialeffizienz
Geringe Verluste
Materialauftrag statt Zerspanung – wenig Abfall
Reparatur
Aufdickung bestehender Teile
Verschlissene oder beschädigte Bereiche wieder aufbauen
Geometrie
Dickwandige, großvolumige Formen
Rohlinge mit Aufmaß für nachgelagerte CNC-Bearbeitung
Nachbearbeitung
Fast immer CNC nachgelagert
Oberfläche rau – Präzision wird durch Fräsen/Drehen erreicht
Drei Grundprinzipien
1
Groß denken
W-DED spielt seine Stärke bei großen Bauteilen aus. Kleine, filigrane Teile gehören in andere Verfahren.
2
Aufmaß einplanen
Das gedruckte Teil ist ein Rohling. Funktionsflächen werden durch CNC-Nachbearbeitung auf Maß gebracht.
3
Orientierung mitdenken
Die Aufbaurichtung beeinflusst mechanische Eigenschaften. Anisotropie ist prozessbedingt und muss bei der Auslegung berücksichtigt werden.
Wirtschaftliche Grundlogik
W-DED wird wirtschaftlich stark bei großem Volumen und wenn der Materialauftrag effizienter ist als die Zerspanung aus dem Vollen. Reparatur statt Neuteil senkt Kosten zusätzlich.
W-DED ist nicht der Ersatz für filigrane Präzisionsteile. Kleine Bauteile mit feinen Details und engen Toleranzen gehören nicht in diese Prozesskette.